Es erscheint sonderbar, daß nach dem verlorenen Kriege und nach der Stillegung der Kriegsindustrie und der Einschränkung oder dem gänzlichen Abbau wesentlicher Teile der übrigen Industrie in Deutschland nach wie vor ein Mangel an Arbeitern und Arbeiterinnen besteht. Dieses Bild ergibt sich mit geringen Abweichungen in allen vier Besatzungszonen. Bei einem Überfluß an männlichen und weiblichen Büroangestellten herrscht selbst für die vordringlichsten Aufgaben ein ausgesprochener Mangel an bestimmten Facharbeitern und auch an ungelernten Arbeitern, bei letzteren insbesondere für körperlich schwere und mittelschwere Arbeit. Dabei ist ein erheblicher Teil der in Deutschland in Gefangenschaft geratenen deutschen Soldaten inzwischen von den Besatzungsmächten entlassen worden, worunter sich allerdings auch eine große Zahl Kriegsversehrter befindet, die in ihren Einsatz- und Erwerbsmöglichkeiten mehr oder weniger behindert sind.