Da die Kriegshandlungen seit geraumer Zeit

beendet sind und auch die Kriegsgefangenen Gelegenheit erhalten haben, sich mit ihren Angehörigen in Verbindung zu setzen, soweit sie nicht entlassen wurden, kommt der Frage der Verschollenheit und der Todeserklärung erhöhte Bedeutung zu. Erst mit der Todeserklärung eines Verschollenen werden klare Rechtsverhältnisse geschaffen. Daran haben insbesondere die Ehefrau und die Erben ein erhebliches Interesse.

Verschollenheit und Todeserklärung sind geregelt durch das Gesetz vom 4. Juli 1939 und die Verordnungen vom 17. Januar 1942 und 20. Januar 1943. Wer verschollen ist, kann gerichtlich für tot erklärt werden. Verschollen ist, wessen Aufenthalt während längerer Zeit unbekannt ist, ohne daß Nachrichten darüber vorliegen, ob er in dieser Zeit noch gelebt hat oder gestorben ist, sofern nach den Umständen hierdurch ernstliche Zweifel an seinem Fortleben begründet werden.