Vor etwas mehr als einem Jahr übernahm Brigadier Armytage die Leitung der Militärregierung in Hamburg. Er kam mit einem siegreichen Heer in eine verwüstete Stadt, um Ordnung im Chaos aufzurichten. An den Straßen klebten noch die Anschläge, die zum Widerstand bis zur äußersten Leistungsfähigkeit aufforderten. Die Bevölkerung war während der letzten Monate dahin bearbeitet worden, selbst den Kampf im dunkeln, mit heimtückischen, verräterischen Mitteln fortzusetzen. Ernährung und Beschäftigung der Einwohner waren durch die Lahmlegung des Verkehrs bedenklich gefährdet. Die durch den Krieg aufgerührten Leidenschaften verhinderten zunächst eine Fühlungnahme zwischen Bevölkerung und Besatzung. Dennoch gelang es Brigadier Armytage eine Ordnung aufzurichten, deren wahren Segen wir erst zu schätzen lernten, als wir später erfuhren, was sich in jenen grauenvollen Wochen und Monaten in andern Besatzungszonen abgespielt hat. Nach Verhältnismäßig kurzer Zeit begann das Leben in Hamburg wieder normale Formen anzunehmen. Und dennoch sollte die schwerste Aufgabe noch bevorstehen.