Nach den Zahlen, die Hoover neuerdings genannt hat, betragen die "sichtbaren Vorräte" an Brotgetreide 5 Mill. Tonnen, während der Bedarf bis zur neuen Ernte auf 11 Mill. Tonnen zu veranschlagen ist. Es sind, wie Trumans Sonderbeauftragter weiter ausführte, in der Zusammenarbeit zwischen den großen Erzeugerländern – genannt wurden die USA, Kanada, Argentinien, Großbritannien, Australien, Thailand und Rußland – "einige Fortschritte gemacht worden, die Versorgungslücke zu schließen".

Da die Ernte in den südlichen Ländern der nördlichen Halbkugel, wie etwa in Algier und Tunis, jetzt hereinkommt, müßte es gelingen, durch Verbrauchskürzungen einerseits und verstärkte Verwendung von Gerste, Hafer, Mais, Hirse und Soja anderseits zum Strecken der Vorräte an Weizen, Reis und Roggen, den Anschluß an die neue Ernte zu erreichen. Voraussetzung wäre dabei wohl eine Aufbesserung der Preise für die genannten "Ersatzfrüchte". Eine weitere Voraussetzung wäre, daß alle Bedarfsländer ihre Minimalforderungen eindeutig festlegen.