Von Dipl.-lng. Paul Wilkcn, Präsident der Handwerkskammer Hamburg

Gemessen an dem gesamten Volumen des Exports deutscher Erzeugnisse, wie er sich in den letzten fünfzehn Jahren darstellte, machte der Export von Handwerkserzeugnissen einen nicht sehr bedeutenden Teil aus. Immerhin betrug er z. B. nach einer für das Jahr 1935 angestellten genauen Ermittlung rund 140 Mill. RM.

Es kommt heute darauf an, jeden Teil der Wirtschaft zur Mithilfe am Export heranzuziehen, und somit tritt auch die Notwendigkeit an das Handwerk heran, mit allen Kräften für den Export geeignete Erzeugnisse zu fertigen. Bei einer solchen auf den Export abgestellten Fertigung von Handwerkserzeugnissen ist sich das Handwerk von vornherein im klaren, daß es sich nicht etwa um Konkurrenz gegen ausgesprochene Exporterzeugnisse industrieller Fertigung handeln kann. Bei einem etwaigen Versuch des Handwerks, mit Industrieerzeugnissen im Export zu konkurrieren, würde das Handwerk hoffnungslos den kürzeren ziehen, und es würde sich eine Fehlleitung von Arbeitskraft ergeben, die wir uns heute weniger denn je gestatten können. Das Handwerk ist sich bewußt, daß es nur mit seinen typischen Einzeierzeugnissen im Export ergänzend auftreten kann.