In der Wand des Nürnberger Gerichtssaales öffnete sich geräuschlos ein Stück der Täfelung, und ein zwei Meter langes Stahlrohr, an dessen Ende photographische Linsen blinkten, schob sich in den Raum, um die Anklagebank von der Seite fassen und festhalten zu können. Von vielen kleinen Fenstern, knapp unter der Decke, glitten leise die Holzscheiben der Täfelung beiseite; die Glasaugen der Kameras und die stählernen Ohren der Radiostation der ganzen Welt machten sich bereit,, zu sehen und zu hören. Es war peinigend still im Saal, so daß wir alle zusammenfuhren, als ein Summerton in der nahen Zelle der Plattenaufnahme zu schwingen begann.