Von KURT W. L. GELSNER

Als Bulgarien und Rumänien im September 1944 von der Roten Armee besetzt wurden, erwarteten weite Kreise, daß dies eine Veränderung der staatlichen Struktur bedeuten würde – sogar den Sturz der Throne in Sofia und Bukarest. Seither hat sich in beiden Ländern vieles geändert, aber die Monarchen sind geblieben. König Michael regiert und hat mit seiner Anfrage an die Alliierten die formale Kompromißlösung in der Demokratisierung der rumänischen Regierung ausgelöst, und die bulgarischen Regenten sind nach wie vor im Amt, wenn auch die Vertreter des Kriegskurses durch neue Männer ersetzt worden sind. Keine der in Bulgarien regierenden Parteien hat die Beseitigung der Monarchie offiziell zu ihrem Programmpunkt gemacht.