Von YVETTE HAUPTMANN

Die Erzählerin dieser Erinnerungen lebte als junge Kunstgewerblerin in Paris, als es noch nicht von den Erschütterungen zweier Weltkriege heimgesucht war und vielen Künstlern als eine Stätte galt, wo sich Talent und Persönlichkeit am glücklichsten entwickelten.

Das Palais Biron war ein wunderbares Gebäude im Stil Louis Seize mit einem großen alten Park. In früheren Jahren hatte es, wie sein Name besagt, dem Prinzen Biron, einem baltischen Fürsten gehört. Später wurde es Kloster der Nonnen vom Sacré Coeur, die mehrere Seitenflügel anbauen ließen. Als dann die Mönche und Nonnen aus Frankreich vertrieben wurden, stand das Gebäude eine Zeitlang leer, bis schließlich die einzelnen Räume an Privatpersonen, meist Künstler, vermietet wurden.