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: 10 nach 8. Politisch, poetisch, polemisch.

Abends um 10 nach 8 wird Abseitiges relevant, Etabliertes hinterfragt und Unsichtbares offenbart.

Wir sind ein vielseitiges Autorinnen-Kollektiv bestehend aus: Marion Detjen, Hella Dietz, Heike-Melba Fendel, Annett Gröschner, Mascha Jacobs, Stefanie Lohaus, Lina Muzur, Catherine Newmark, Annika Reich und Elisabeth Wellershaus.

Wir schreiben selbst und suchen nach Texten, die neue Welten erschließen oder altbekannte in neuem Licht erscheinen lassen. Wir laden Schriftstellerinnen, Journalistinnen und Wissenschaftlerinnen, aber auch Expertinnen spezieller Fachgebiete ein, mit und für uns zu schreiben; bei uns kommen Gastautorinnen zu Wort, die in ihren Ländern nicht mehr publizieren dürfen oder aus deren Ländern gerade kaum berichtet wird. Wir sind neugierig auf neue Sichtweisen, neue Erzählungen, Text für Text, bei uns, zweimal pro Woche, immer um 10 nach 8.

Auf dieser Seite sammeln wir alle Beiträge, die um 10 nach 8 erscheinen.

Identitätspolitik: Der verklemmte Universalismus

Identitätspolitik mündet schlimmstenfalls in einer Utopie der Säuberung, die kein Maß kennt. Dazu trägt aber bei, dass ihre grundlegende Ablehnung auch maßstabslos ist.

"Hab keine Angst, erzähl alles!": Zeuginnen, nicht Opfer

In einem neuen Buch versammelt die Autorin Esther Dischereit Dokumente der Überlebenden des Terroranschlags von Halle. Damit gibt sie ihnen Kraft und Glaubwürdigkeit.

Beziehungen: Das unnötige Drama um die verrückte Ex

Manche Männer erzählen Kumpels und Zukünftigen gern von ihrer "verrückten" Ex und dem, was sie so veranstaltet. Hände weg von misogynen Machos in der Opferrolle!

Care-Arbeit: Kein Stipendium für Mutter

Um als Schriftstellerin zu überleben, reichen Buchverkäufe allein kaum. Doch viele Aufenthaltsstipendien sind nicht kinderfreundlich. Das zementiert alte Machtstrukturen.

Zukunftsängste: Die Abwesenheit der Zuversicht

Apokalypse statt Eigenheim: Die junge Generation plant privat nicht groß in die Zukunft. Warum auch? Das gibt Freiheiten für ein gutes Leben im Hier und Jetzt.

Reform des Staatsangehörigkeitsrechts: Als ich einmal ganz kurz Deutsche war

Im Jahr 2000 wurde das deutsche Staatsangehörigkeitsrecht reformiert – und damit Zehntausende Deutsche unfreiwillig ausgebürgert. Unsere Autorin erinnert sich.

Humboldt Forum: Mehr Humble Forum, bitte!

Zwei Museen im Berliner Humboldt Forum werben mit der karikaturesken Montage eines "Hyper-Eingeborenen" für sich. Soll das die neue Demut der Kolonialherrenerben sein?

Muslime in Deutschland: Zwischen allen Fronten

Die muslimische Community scheut die öffentliche Debatte über Frauenfeindlichkeit und Antisemitismus aus Angst, Rassismus zu nähren. Dabei ist das ein großer Fehler.

Halbmarathon: Der Geist des Laufens

Rennen befreit das Individuum aus sozialen Zwängen, bei Großveranstaltungen verbindet es aber auch mit der Gesellschaft. So wird ein Halbmarathon zum utopischen Erlebnis.

Annett Gröschner: Lobgesänge, um überleben zu können

Einst dichteten Friedrich Gottlieb Klopstock und Anna Louisa Karsch auf dem Magdeburger Werder. Unsere Autorin aber musste dort weg, um zur Schriftstellerin zu werden.

Psychoanalyse und Politik: In Zeiten des zunehmenden Triebverzichts

Was haben aggressive Jugendliche und unsolidarische Intellektuelle in der Pandemie mit einem zerstörerischen System zu tun? Eine politische Psychoanalyse hätte Antworten.

Schwangerschaftsabbruch im Strafgesetzbuch: Gleich hinter Mord und Totschlag

1871 wurde der § 218 ins Strafgesetzbuch aufgenommen, 150 Jahre später beschäftigte sich ein Onlinekongress mit seinem Erbe und der Frage der Schwangerschaftsabbrüche.

Digitalisierung in Europa: Auf dem Weg zur digitalen Kolonie

Europa droht immer tiefer in die Abhängigkeit von amerikanischen Techkonzernen zu rutschen. Zumindest die öffentliche Verwaltung muss da schnellstens raus.

Hazara in Afghanistan: Die Verletzlichsten

Die Geschichte der Hazara in Afghanistan ist geprägt von Morden und Unterdrückung. Nun droht ein neues dunkles Kapitel. Doch auch in Pakistan wächst für sie die Gefahr.

Frauen in Afghanistan: Emanzipation ist kein Exportgut

Wenn westliche Demokratien Kriege rechtfertigen, sind Frauenrechte hoch im Kurs. Das Beispiel Afghanistan zeigt: Die Vereinnahmung universeller Werte birgt hohe Risiken.

Autos: Die fahrende Mehrheit und ich

Unsere Autorin wuchs in einer Autofahrerwelt voller Stellplätze und Parkhäuser auf, doch sie blieb auf Distanz. Schon okay, dass es das gab, aber sie musste da nicht hin.

Frauen im Jemen: Die Bürde, mädchenhaft auszusehen

Helle Haut, dezentes Benehmen: Im Jemen gibt es strenge Vorgaben für junge Frauen. Doch nicht nur dort wächst der Druck auf ihr äußeres Erscheinungsbild immer weiter.