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: 10 nach 8. Politisch, poetisch, polemisch.

Abends um 10 nach 8 wird Abseitiges relevant, Etabliertes hinterfragt und Unsichtbares offenbart.

Wir sind ein vielseitiges Autorinnen-Kollektiv bestehend aus: Marion Detjen, Hella Dietz, Heike-Melba Fendel, Annett Gröschner, Mascha Jacobs, Stefanie Lohaus, Lina Muzur, Catherine Newmark, Annika Reich und Elisabeth Wellershaus.

Wir schreiben selbst und suchen nach Texten, die neue Welten erschließen oder altbekannte in neuem Licht erscheinen lassen. Wir laden Schriftstellerinnen, Journalistinnen und Wissenschaftlerinnen, aber auch Expertinnen spezieller Fachgebiete ein, mit und für uns zu schreiben; bei uns kommen Gastautorinnen zu Wort, die in ihren Ländern nicht mehr publizieren dürfen oder aus deren Ländern gerade kaum berichtet wird. Wir sind neugierig auf neue Sichtweisen, neue Erzählungen, Text für Text, bei uns, zweimal pro Woche, immer um 10 nach 8.

Auf dieser Seite sammeln wir alle Beiträge, die um 10 nach 8 erscheinen.

Frauen in Afghanistan: Verschwiegene Femizide

Frauen waren schon immer Opfer von Gewalt in Afghanistan. Seit der Machtübernahme der Taliban eskaliert die Lage, schreibt unsere Autorin, deren Identität wir schützen.

Social Media: Wir wissen, wem du auf Twitter folgst

Über soziale Medien hielt man früher Kontakt mit Freunden. Heute entzweit man sich dort mit ihnen. Like- und Share-Buttons haben Misstrauen entfacht. Gegenüber allem.

Gärtnern: Vitamin G

Auf dem Balkon oder im Schrebergarten in der Erde zu buddeln und Gemüse zu ziehen, macht glücklich. Aber es rettet nicht die Welt.

Familie: Mütter dürfen gehen

Dass Frauen ihre Kinder verlassen, ist oft noch ein Tabu, eine Unvorstellbarkeit für die Mütter selbst wie für ihre Familien. Aber wir müssen raus aus dem Muttermythos.

Frauenkörper: Klettern wie ein Mädchen

Unsere Autorin klettert und hat deshalb einen muskulösen Körper. Das reicht selbst in Zeiten von Body Positivity noch, um aus der Norm für Weiblichkeit zu fallen.

"Walpurgistag": Der Tag davor, 20 Jahre danach

In ihrem Roman "Walpurgistag" beschrieb unsere Autorin den 30. April 2002 in Berlin. Nun schaut sie nach, was aus ihren Figuren, einschließlich der Stadt, geworden ist.

Frauen und Dating: Ich ziehe es vor, zuerst zu küssen

Frauen sind bis in die Körpersprache hinein zum dezenten und mutmaßlich hilfe- und anlehnungsbedürftigen Verhalten erzogen. Höchste Zeit, sich breitbeinig aufzustellen.

Frauen in Afghanistan: Wächter auf dem Campus

Studentinnen werden gegängelt, Schülerinnen abgewiesen. Wieder verlieren afghanische Frauen ihr Recht auf Bildung, schreibt unsere Autorin, deren Identität wir schützen.

EU-Armee: Die Ordnungen der Gewalt

Die ausgerufene "Zeitenwende" zielt vor allem auf eine Erhöhung der Rüstungsausgaben. Tatsächlich bräuchte es jedoch nicht mehr Geld für Waffen, sondern eine EU-Armee.

Frauen und Literatur: Sorry, ist nicht so meins

Ein berühmter Autor hat ein neues Buch veröffentlicht und die deutsche Familienministerin ist zurückgetreten. Was das miteinander und dem weiblichen Körper zu tun hat.

Abschalten: Heute war ein guter Tag

Was tun, wenn einen die Nachrichten nächtelang an den Rand des Gedankenkollapses brüllen? Unsere Autorin hat eine Strategie des aufmerksamen Flanierens entwickelt.

Belagerung: Die Stadt und der Tod

Erleben Städte wie Mariupol etwas, was nach 1990 ganz undenkbar war? Wer das glaubt, hat Sarajevo vergessen. Auch wegen dieser Blindheit wiederholt sich die Geschichte.

Belarus und der Ukraine-Krieg: Die Erfahrung der Ohnmacht verändert alles

Alexander Lukaschenko hat Belarus zum Mittäterstaat Russlands am Ukraine-Krieg gemacht. Gegen den Willen der Belarussinnen. Aber interessiert sich noch jemand für sie?

Deutsch-russische Kulturpolitik: Die Barbarei mit der Kunst

Die deutsche auswärtige Kulturpolitik rückte lange Russland ins Zentrum, um über Kunst zum Dialog zu kommen. Unsere Autorin hat die verheerende Beschönigung live erlebt.

Schauspieler: Du bist ein Star – na und?

Einst wurden Schauspieler durch ihre Filme zu Idolen, deren Leben und Ansichten interessierten. Heute überwuchern Promitum und Pseudoaktivismus den Beruf. Wie schade.

Basketball: Ich warf, warf, warf

Als Jugendliche fand unsere Autorin Zuflucht im Basketball. Als Jahre später ihre kleine Familie zerbricht, sucht sie wieder Halt im Sport. Doch der ist schwer zu finden.

Biber: Tüfteln, bauen, schleppen, nagen

Ihr Geruch ist gewöhnungsbedürftig, aber Biber sind fleißig, sie gestalten wunderschöne Landschaften und schaffen Lebensräume für viele andere Arten. Eine Liebeserklärung